Willkommen!
Die Neckar-Enz-Stellung (NES) wurde 1935-1937 gebaut.
Entlang der Enz von Enzweihingen bis Besigheim, ab dort am Neckar entlang bis Eberbach entstanden 450 Bauwerke.
Der Odenwald wurde mit einer Sperrstellung gesichert.
Nördlich des Odenwalds wurde die Wetterau-Main-Tauber-Stellung mit 329 Anlagen gebaut.
Am Südende der Stellung sollte über Heimerdingen - Flacht - Renningen bis Waldenbuch eine Verteidigungslinie überwiegend im feldmässigen Ausbau erfolgen. Mit dieser Stellung sollte Stuttgart verteidigt werden. Für den Einsatz von Hochdorf bis Waldenbuch waren 3 Divisionen vorgesehen. Die Divisionsgefechtsstände sollten in Münchingen, Botnang und Möhringen eingerichtet werden
Aktuell wird bei Bietigheim der Bunker 302, ein MG-Schartenstand, restauriert.
Nr. 302 wird im Fundzustand konserviert und nur einige Einrichtungsgegenstände und Einbauteile werden in restauriertem Zustand ergänzt. Dadurch sind nätürlich an Metallteilen großflächige Roststellen zu sehen. Wir wollen diese Originalität und die Patina weitestgehend erhalten damit der Bunker nicht aussieht wie ein "frisch gestrichenes" Bahnhofs - WC.
- Nr. 302 kann nach Absprache besichtigt werden -
Daten zum MG-Schartenstand:
Besatzung: 5 Mann mit MG
Panzerbauteil: Schartenplatte 7P7
Baujahr: 1935
Stahlbetonmenge: 98,98 m3
Baukosten: 25.000.- RM
Ausbaustärke: B1 (d.h. 1m Wand- und 0,8m Deckenstärke)
Der Bunker wurde mit Schußrichtung flankierend zur Enz gebaut, mit dem Auftrag, übersetzenden Feind bzw. übergesetzen Feind in der Enzaue zu bekämpfen.
Ein MG-Schartenstand besteht aus 2 kleinen Räumen:
1) Die Gasschleuse, ein kleiner Vorraum
2) Der Kampfraum, der bei Bedarf mittels 4 eingebauten Klappbetten als Schlafraum genutzt werden konnte.
Dieser Bunkertyp wurde in der NES von insgesamt 446 Bunkern 247 mal in Ausbaustärke B1 und 11 mal in Ausbaustärke C gebaut.


Bunker 302 befindet sich am Ende der Grünwiesenstrasse. Nr. 302 ist ungesprengt erhalten und wegen seiner original erhaltenen Schartenplatte und Eingangstüre ( 14P7 ) vermutlich einmalig in der Neckar-Enz-Stellung.
Von dort aus kann man über einen Wanderweg durch den Bietigheimer Forst 6 Bunkeranlagen besichtigen. Die Bunker sind gesprengt mit Ausnahme von Nr. 330, einer MG-Scheinanlage. Der Rundweg ist in ca. 1,5 Stunden zu bewältigen und kann je nach Interesse Richtung Husarenhof - Besigheim erweitert werden.
- Teilnahme auf eigene Gefahr -
Gundelsheim:
An den Samstagen 28.11. und 05.12.09 fand zwischen Offenau und Gundelsheim jeweils eine Bunkerwanderung statt. Herr Achtziger hat ,wie jedes Jahr, die vielen Teilnehmer über den Werdegang der Neckar-Enz-Stellung umfangreich informiert. Mittels verteiltem Flyer konnte jeder Besucher die Daten über die aufgesuchten Bunkerruinen zusätzlich nachlesen. Abgegangen wurden nahezu alle Bauformen von Bunkern die in der Neckar-Enz-Stellung gebaut wurden.
Sehr sehenswert:
Bunker Nr. 96, ein MG-Schartenstand mit Dreischartenpanzerturm.
Nr. 73, ein angesprengter Unterstand mit Infanteriebeobachtungsglocke und Eingangsverteidigung, der sich auf Privatgelände befindet und nur während der Bunkerwanderungen zu besichtigen ist.
Nr. 102, ein sehr gut erhaltener MG-Schartenstand.
Alles in allem eine gelungene und sehr interessante Bunkerwanderung.
- Weiter so -
Bissingen:
Der Museumsbunker ist jeweils am ersten Sonntag im April, Juli und September geöffnet.
Diese Seite ist keine wissenschaftliche Ausarbeitung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich habe sie im Rahmen meiner Möglichkeiten zur Information über die NES erstellt.
Infos und Kontakt:
Mein Hobby ist die Erkundung der ehemaligen Neckar-Enz-Stellung.
Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Informationen haben, melden Sie sich bitte bei mir.
R. Essig
essig@onlinehome.de